Sucharit Bhakdi und „Die Hölle auf Erden“

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Sucharit Bhakdi ist natürlich kein Antisemit

Aber seine Äusserungen waren unvorsichtig und unnötig.

Kai Stuht, der sie verbreitet hat, zeigt wenig Einsicht.

Von Christoph Pfluger

Prof. Sucharit Bhakdi ist zusammen mit Wolfgang Wodarg das wissenschaftliche Gesicht der corona-kritischen Bewegung in Deutschland – mit weltweiter Wirkung.

In dieser Position muss man sich bewusst sein, dass der kleinste Fehler zur eigenen Diskreditierung genutzt wird.

Und das ist jetzt mit einem kurzen Ausschnitt aus einem Interview geschehen, das Kai Stuht, Fotograf und Betreiber eines corona-kritischen Video-Kanals, mit Sucharit Bhakdi im April geführt hat.

Es geht darin um die Mechanismen, mit denen die Gen-Impfung in den Körper eingreift, das Immunsystem umgeht und Schäden hervorruft – vor allem durch die Verklumpung von Blutkörperchen, die dann zu Thrombosen an verschiedenen Stellen des Körpers führen.

Vor diesen Nebenwirkungen hat Bhakdi unter anderem in Briefen an die zuständigen Behörden gewarnt, die allerdings ohne Reaktion blieben. Die hohe Zahl an Todesfällen und schwerwiegenden Nebenwirkungen geben Bhakdi recht.

Wenn man sich vergegenwärtigt, dass jetzt ernsthaft über eine dritte «Impfung» und später halbjährliche Auffrischungen gesprochen wird, dann ist ein Szenario mit weltweit Dutzenden Millionen Toten nicht unrealistisch, denn immer mehr Menschen werden unter Nebenwirkungen leiden oder an ihnen sterben. Schon jetzt liegen die negativen Wirkungen der zweiten Dosis über der ersten.

Für Bhakdi ist das «die Hölle auf Erden». Er wirkt in dem Interview sichtlich erregt, dass seine Warnungen nicht ernst genommen werden. Er hält die Versuche mit den experimentellen Impfstoffen für «das grösste Verbrechen», das vor ein «Welttribunal» gehöre. Das muss man sagen dürfen.

Dann macht Bhakdi eine wirklich unnötige und unvorsichtige Aussage, die Kai Stuht nicht aus dem Interview geschnitten hat und die nun zu einem veritablen shitstorm geführt hat (ab 25:30):

«Ich habe die Israelis mehr bewundert als irgendein Volk auf der Welt. … Die grössten Geister waren Juden, ich verehrte sie … Und jetzt machen sie das. Das Volk, das geflüchtet ist aus diesem Land [Deutschland], wo das Erzböse war, haben ihr eigenes Land in etwas verwandelt, was noch schlimmer ist. Es ist unfassbar. Es gibt kein Volk, das besser lernt als sie, aber sie haben das Böse gelernt und umgesetzt. Und deswegen ist Israel jetzt die lebende Hölle.»

Natürlich geht es nicht um das Judentum, sondern die Impfpolitik des Staates Israel und natürlich ist der Vorwurf des Antisemitismus aus dem Zusammenhang gerissen.

Das Framing ist selbstverständlich perfid. Aber das sind die Regeln des Spiels. Und wer sie nicht kennt, wird zu ihrem Opfer.

Kai Stuht hätte das wissen müssen. Er hat zu dem Vorfall inzwischen ein Video veröffentlicht, demgemäss er «diesen Tag am liebsten aus der Agenda streichen» würde. Er hält Bhakdis Wortwahl für «entschuldbar für einen Thailänder». Seine Aussagen seien für einen «Rufmord» missbraucht worden – «beschämend für eine Demokratie». Schuld sind also andere.

Aber kein Wort der Reue, das Video veröffentlicht zu haben. Keine Einsicht, dass auch auf «unserer» Seite des Coronagrabens heftig dramatisiert wird. Die öffentliche Corona-Kommunikation ist längst zu einem Schlachtfeld geworden, auf dem die Gegner über die ungleich potenteren Waffen verfügen. Da sollte man wenigstens die Spielregeln besser kennen, damit man sie gezielt (und möglichst ungestraft) brechen kann. Hobby-Journalisten sollten da besonders vorsichtig sein.

Wir gross ist der Schaden? Die Partei «dieBasis», deren Spitzenkandidat Sucharit Bhakdi ist, sieht in dem Vorwurf des Antisemitismus eine «absurde Unterstellung». Dass der Vorwurf Wähler in nennenswertem Ausmass abschrecken wird, ist unwahrscheinlich.

Der Goldegg-Verlag hat sich gemäss dpa bereits von seinem Star-Autor Bhakdi getrennt.

Zudem hat Sigmount Königsberg, Antisemitismus-Beauftragter der jüdischen Gemeinde Berlin, Strafanzeige gegen Bhakdi wegen Volksverhetzung gestellt. Ob Ermittlungen aufgenommen werden, ist noch offen.

Ich habe mit zwei Freunden über den Fall gesprochen, mit einem skeptischen Arzt und einem politisch aktiven Kritiker der Massnahmen. Der Politiker hält Bhakdis Fehler – obwohl verständlich – für schwer entschuldbar und wird ihn nicht mehr zitieren.

Der Arzt, der mit seinen Kollegen mehr Fälle von Nebenwirkungen beobachtet als von Corona selber, hält ein Eintreffen von Bhakdis Horroszenario für durchaus möglich. Und: «Verzeihen wir Bhakdi diesen Ausspruch, wie wir auch Nelson Mandela einiges verziehen haben und vor allem er seinen Peinigern verziehen hat!»

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Quelle:

Kai Stuht Video: Die Impfung! Die Hölle auf Erden! Prof Bhakdi – 11. Juli 2021

Morgenpost: Antisemitismus: Anzeige gegen «Querdenker»-Prof Bhakdi – 15. Juli 2021

https://corona-transition.org/sucharit-bhakdi-ist-naturlich-kein-antisemit

Bild: Thomas Bühler – Das Narrenschiff

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5 Comments

  1. Heike Zimmermann

    Die Vorwürfe sind einfach nur lächerlich und sollen hervorragende Wissenschaftler und Mitglieder der Bundespartei dieBasis Mund tot machen und zerstören. Das werden diese teuflischen Mächte nicht schaffen. WIR wissen schon zu viel! Und WIR sind sehr VIELE!

  2. Heitmann, Birgit

    Der international tätige Rechtsanwalt Dr. Fuellmich ist Miiniator des Außerparlamentarischen Corona-Untersuchungsausschusses. Er spricht öffentlich mit Erich Hambach über die Situation seit 2020 und nennt Zahlen: Die Todesfälle durch Impfungen sind 260-fach höher als durch Covid. Es sind keine echten Impfungen, sondern gentherapeutische Experimente. Das ist gesetzlich verboten. Bei den Impfungen geht es nicht um Gesundheit, sondern um Bevölkerungsreduktion (und es geht um Milliardengewinne der Pharma). Siehe Video bei „Frei-Klar-Querdenken Harz vom 14.12.2020“ KenFM.de. Übrigens: Der pensionierte Amtsrichter Kölsch spricht öffentlich per Video, daß er sich von der Regierung distanziert wegen deren Verbrechen an der Menschlichkeit. Er gab deshalb 2020 sein Bundesverdienstkreuz zurück. Ebenfalls sprach RA Beate Bahmer öffentlich per Video über die Zerstörung der Demokratischen Grundrechte seit 18.11.2020. Und Ärztin Griesz-Brisson warnt öffentlich per Video sehr eindringlich vor dem Impfen.

  3. Rolf Kuppinger-Laug

    Was soll die Aufregung,jeder weiß,das man Gegner mit dem Vorwurf,“Antisemitismus“ fertig machen will,hat man doch mit Ken jebsen auch gemacht ..ich habe das Interview vor Wochen schon gehört und fand die Aussage sehr treffend,wahr..das ist kein Antisemitismus,so eine Aussage über Tatsachen zu machen, Bombardierungen des Gazastreifens ,z.b.werden je nach Neigung genauso negiert..erwartet ihr von den Machern Gnade?

  4. oldman

    Was daran Antisemitismus ist, kann ich nicht erkennen. Bhakdi kritisiert die aktuell Herrschenden in Israel für ihr Verhalten in der Plandemie, das ich ebensowenig wie er rational einordnen kann. Ebensowenig übrigens wie das unserer Vorturner, speziell der total regierungssergebenen (milde ausgedrückt) Medien.
    Dass man sofort einen Kriegsschauplatz aufmacht seitens der Coronagläubigen – logisch. Ablenken vom eigenen Nichtdenken : Genmais ist tödlich, die Genspritze ist toll – wen wundert das.

  5. Helga Weber

    Die Medien wie die Regierung sind so etwas von scheinheilig, das ist zum Kotzen.
    Glauben die wirklich das jemand der halbwegs gebildet ist, auf so eine Verleumdung reinfällt und glauben die wir sind blind und dumm und taub und wissen nicht was Israel mit den Palästinänsern aufführt und dies gefällt uns absolut nicht. Unter dem Deckmantel der Opferrolle begehen sie große Verbrechen.

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